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Als ältestes von zwei Kindern wurde Michael
Geisler am
06. Februar 1960 in Magdeburg geboren. Seine Mutter stammt aus
Egeln, sein Vater ist gebürtiger Schlesier.
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Gemeinsam mit seinem jüngeren
Bruder Andreas wuchs er unter einem
Dach mit den Eltern und Großeltern, in
Egeln, einer Kleinstadt im heutigen Sachsen/ Anhalt
auf.
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Nach dem Besuch der Grundschule, der
Polytechnische Oberschule und der Erweiterte Oberschule legte er
1978 das Abitur ab.
Nach dem Wehrdienst nahm er ein Hochschulstudium
zum Lehrer für Biologie und Chemie in Köthen auf.
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Nach erfolgreicher Beendigung des Studiums war Michael Geisler
Lehrer für Biologie und Chemie in der POS Graupa.
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Nach dem er
ein Forschungsstudium für Biologie nicht antreten konnte, weil
er nicht der SED beigetreten ist, ging seine "externe
Aspirantur" schon nach wenigen Monaten an der Schule verloren.
Einbestellt
in den Rat des Kreises, Abteilung Volksbildung wurde ihm lapidar
mitgeteilt, dass er "politisch und fachlich nicht tragbar" wäre.
Die trotz
dessen danach weiteren Werbeversuche des Parteisekretärs der SED
an der Schule und wiederholtes Einwirken der Schulleitung auf
Geisler waren mit dem Eintritt in die "Blockpartei" CDU von
einem auf den anderen Tag beendet.
Kritische
Diskussionen am so genannten "Jugendtisch" in der CDU Ortsgruppe
in Pirna waren, so weiß er heute, stets unter Beobachtung. Nicht
wenige Parteifreunde entpuppten sich später als noch größere
Freunde der Staatssicherheit.
Die
politische Wende erlebte er als so genannter "Nachrücker" im
letzten Kreistag vor 1990. Man war zwar gewählt, saß jedoch ohne
Stimmrecht im Kreistag. Eine Erfahrung, die er nicht missen
will. Denn in diesen letzten Monaten der DDR erlebte er die
Veränderung von der Allmacht der SED hin zur Ohnmacht.
Sein
politisch aktiver Werdegang begann in der Zeit der Wende in der
damaligen DDR vom Herbst 1989 bis in das Jahr 1990 hinein. Als
Moderator zahlreicher politischer Veranstaltungen und runder
Tische in Pirna und im Kreis konnte er erste Erfahrungen im
politischen Geschäft sammeln. |
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1990 |
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Wahl in den Kreistag Pirna |
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Bedingt durch die Wendeerfahrungen, u. a. war er
Mitinitiator, Akteur und Moderator der Runden Tische des Kreises
im Schulwesen, erklärte er sich zu einer Kandidatur für den
ersten Nachwendekreistag bereit. Im Ergebnis konnte er in seinem
Wahlkreis die zweithöchste Stimmzahl von den Kandidaten im
damaligen Kreis Pirna erringen. |
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1990- 1994 |
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1. Beigeordneter und Dezernent im Landratsamt
Pirna |
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Für die CDU
wurde Michael Geisler 1990 als Kreisrat gewählt. In der Zeit der
Konstituierung der Kreistagsfraktion und der Vorbereitung einer
neuen Kreisverwaltung wurde er vom späteren Landrat Jürgen Evers
angesprochen, ob er Beigeordneter im Kreis werden will. So
richtig wusste Geisler damals nicht, worauf er sich einlassen
würde, sagte aber ja. Wenige Wochen später wählte ihn der
Kreistag zum 1. Beigeordneten und Stellvertreter des Landrates
im Kreis Pirna. |
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1990 |
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Mitglied im
CDU Kreisvorstand |
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Im Verlaufe des
Jahres 1990 stellte sich auch die ehemalige Blockpartei CDU neu
auf. Viele Altmitglieder traten im Zuge der
"Blockflötendiskussion" aus der Partei aus oder konnten sich mit
den politischen Inhalten oder den neuen Bedingungen nicht
identifizieren. In der Zeit nach der Wende wurden aber auch
zunehmend neue Mitglieder gewonnen. Dem ersten
Nachwendekreisvorstand gehörte Michael Geisler als Beisitzer an. |
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1992 bis
2007 |
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Kreisvorsitzender der CDU |
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Nach der Wende
im Kreisvorstand tätig, stand kurze Zeit später die Frage nach
einem neuen Kreisvorsitzenden. Angesprochen erklärte er sich
bereit, diese Funktion zu übernehmen und wurde von der
Kreismitgliederversammlung gewählt. Im Jahr der Wahl zum
Kreisvorsitzenden ahnte er noch nicht, welche Herausforderungen
die Zukunft bringen würden.
Bereits 1993
stand eine Kreisreform ins Haus, die natürlich auch von der CDU-
Basis vorbereitet werden musste. Gemeinsam mit dem Sebnitzer
Kreisverband wurden zunächst die Partei und nachfolgend die
Kreise in die Fusion geführt.
Zahlreiche
Wahlen waren vorzubereiten und Wahlkämpfe zu führen. In
Anbetracht der außergewöhnlich hohen Wahlergebnisse die 1990 für
die CDU erreicht worden waren, gab es kaum mehr
Steigerungsmöglichkeiten nach oben, aber dafür um so mehr die
Gefahr das Ergebnis nicht dauerhaft halten zu können. Zwar
wurden "bayrische Wahlergebnisse" erreicht, aber von
vergleichbaren Strukturen der Partei oder im vorpolitischen Raum
war (und ist) die Kreispartei weit entfernt. Das Ziel lautete
daher von Beginn an Stabilisierung.
Insgesamt
betrachtet, kann er auf eine "gut aufgestellte und stabile
Kreispartei" zurück blicken. 2007 führte Geisler "seinen"
Kreisverband in eine gut vorbereitete weitere Fusion mit dem
CDU- Kreisverband Weißeritzkreis, um die anstehende
Kreisgebietsreform vorzubereiten.
Auf den
Kreisvorsitz im neuen Verband verzichtete er, arbeite aber als
stimmberechtigtes Mitglied im Vorstand mit. |
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1994 |
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Landrat im Landkreis Sächsische Schweiz |
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Im Vorfeld der
Landratswahl 1994, bei der ein neuer gemeinsamer Landrat und ein
neuer gemeinsamer Kreistag für den neu gebildeten Landkreis
Sächsische Schweiz zu wählen war, wurde er von der
Kreismitgliederversammlung der CDU als Kandidat für das
Landratsamt nominiert.
Die Wahlen
konnte er im zweiten Durchgang für sich entscheiden.
Die Legislatur
war zu Beginn von der Fusion der Kreisverwaltungen geprägt.
Zunehmend und spürbar ab etwa 1997 traten aber auch die fehlende
kommunale Finanzausstattung in den Fordergrund. Personalabbau
und Haushaltskonsolidierung waren fortan die am meisten
strapazierten Verwaltungsbegriffe. |
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2001 |
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Wiederwahl als Landrat |
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Die Landratswahl
2001 konnte Michael Geisler, obwohl starke Konkurrenten zur
Auswahl standen, bereits im ersten Durchgang gewinnen.
Insbesondere eine von der SPD geführte "Materialschlacht" und
diverse Probleme mit gewissen "Parteifreunden" machten die Sache
nicht leichter.
Die wohl größte
Herausforderung der Wahlperiode erwartete ihn ab dem 12. August
2002. Vom Hochwasser des Osterzgebirges völlig überrascht, waren
bei Ansteigen des Elbepegels auf nie geahnte Höhen, zwei
Krisengebiete mit allen bekannten Problemen zu managen.
Die insgesamt
nahezu reibungslose Flutschadensbewältigung steht vordergründig
für die Qualität der Krisenstäbe und der Kreisverwaltung, sowie
des Miteinanders und Anpackens in einem großen
Gemeinschaftswerk.
Zum Ende der
Wahlperiode zeigten sich zunehmend sichtbare Erfolge in der
Haushaltskonsolidierung, so dass die Sächsische Schweiz
finanziell gestärkt und solide durchfinanziert in die Fusion mit
dem Weißeritzkreis gehen konnte.
Sich dem
wahrscheinlich Unvermeidbaren stellen und an der Spitze der
Bewegung stehen, dass könnte zusammen gefasst die Maxime der
Landräte Greif und Geisler gewesen sein, als man sich auf
Weesenstein zunächst unter vier Augen darauf einigte, eine
Fusion beider Kreise vorzubereiten. Letztlich haben die
Ereignisse diesem Entschluss recht gegeben. |
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2008 |
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Erneute Wiederwahl als Landrat |
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Auch 2008 waren
mehrere Bewerber für das Amt des Landrates angetreten. Von der
CDU erneut nominiert, galt es zunächst den Wahlkampf
vorzubereiten, finanziell abzusichern und danach möglichst
erfolgreich durchzuführen.
Das Ziel im
ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit zu
erreichen, hat er geschafft. Wobei die Sympathien deutlich
unterschiedlich verteilt waren. Mit knapp 40 Prozent erreichte
Geisler in Dippoldiswalde sein schlechtestes Wahlergebnis. In
seiner Heimatgemeinde Struppen dafür mit deutlich über 60
Prozent sein bestes Ergebnis. |
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Im Jahr
1996 ist die Familie nach Struppen, einer
Gemeinde die zwischen Königstein und Pirna gelegen ist, gezogen. |
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Michael Geisler
ist verheiratet und hat drei Kinder. Das Ehepaar Geisler hat
zwei gemeinsame Kinder. Geislers älteste Tochter lebt in
Mecklenburg. |
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