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Schloss Sonnenstein dominiert den Blick
auf die Stadt Pirna. Aus welcher Richtung man auch kommt, immer ist
der Blick zunächst auf die ehemalige Festung Sonnenstein gerichtet,
die wie eine Krone über der Altstadt sitzt.
Aber nicht nur der Blick zum
Sonnenstein, auch die Aussicht vom Schloss über die wieder
hergestellte Dachlandschaft Pirnas, eingebettet zwischen Elbe und den
umgebenden Höhenzügen, ist überwältigend. |
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Das Ensemble der Altstadt, St. Marien
die imposante Hallenkirche, der zierliche Turm des Pirnaer Rathauses,
die Gassen und Straßen mit den imposanten Bürgerhäusern und über
dieser architektonischen Landschaft aus Ziegel und Sandstein der
imposante Komplex des Schlosses Sonnenstein. |
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Ein historischer
Moment für das Schloss Sonnenstein: Landrat Michael Geisler
(2.v.l.) unterschrieb gestern, 16.23 Uhr, mit Insolvenzverwalter
Hans von Gleichenstein (l.) und Dieter Ruf (2.v.r.) von der SIB
den Kaufvertrag, der gemeinsam mit Kreis-Kämmerer Michael Jumel
(Mitte) und Kreis-Jurist Daniel Reichelt (r.) ausgearbeitet
wurde. Foto: Daniel Förster |
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Freitag, 19. Dezember
2008
(Sächsische Zeitung)
Pirnaer Baufirma beginnt mit Stabilisierungsarbeiten am Schloss
Sonnenstein
Sonnenstein
Nach dem Jahreswechsel
sollen die Arbeiten am Schloss Sonnenstein beginnen. Gestern fand dazu
eine erste Bauberatung statt.
Planer Jörg Möser erläuterte dem Pirnaer Bauunternehmer Michael Vogel,
der den Auftrag für das erste kleine Baulos erhalten hat, sowie
Vertretern vom Landesamt für Archäologie, was ab Januar passieren
soll: „Es geht jetzt erst mal darum, die Lage an den Bastionen zu
sondieren und Baufreiheit zu schaffen.“ So sollen unter anderem die
Terrassen links und rechts des mittleren Werks so weit beräumt werden,
dass dort kleine Maschinen eingesetzt werden können. Außerdem soll der
Pavillon (im Foto im Hintergrund) entrümpelt werden, sodass der
interessante Fußboden, der leider nicht zu erhalten ist, zumindest
dokumentiert werden kann. Die Sandsteinbrüstung (im Foto am Ende der
Terrasse) ist nicht standfest und soll vorsichtig abgebaut und auf dem
Schlossgelände eingelagert werden. Der zweite und umfangreichere
Bauabschnitt wird dann im April starten. Die Aufträge dafür werden im
Januar öffentlich ausgeschrieben. Dann geht es um die Sicherung des
mittleren und des hohen Werks. Marode Decken werden erneuert und die
Bastionen freigelegt. In der Phase erhoffen sich die Archäologen
interessante Funde.
Die Arbeiten an den Bastionen bereiten den Umbau des Schlosses zum
Landratsamt, der als privat-öffentliches Gemeinschaftsprojekt
realisiert werden soll, vor. (SZ/jk)
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Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo (Mitte) unterschrieb gestern
mit Pirnas Oberbürgermeister Markus Ulbig (l.) und Landrat Michael
Geisler (CDU) eine städtebauliche Vereinbarung. Demnach werden für die
Sanierung des Pirnaer Schlosses – im Hintergrund – 23,43 Millionen
Euro Fördermittel bereitgestellt. Mitarbeiter Buttolos gingen davon
aus, dass das eine der letzten Amtshandlungen ihres Ministers war. Foto:
Marko Förster |
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Dienstag, 29.
September 2009
(Sächsische Zeitung)
Umbau des Pirnaer Schlosses zum Landratsamt
kostet 43 Millionen Euro
Von Jana Klameth
23,43 Millionen Euro werden aus dem Städtebau- Fördertopf fließen.
Dazu bekannte sich gestern Sachsens Innenminister.
Einen Scheck hatte Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo (CDU)
gestern nicht mit aufs Pirnaer Schloss Sonnenstein gebracht. Dafür
aber eine städtebauliche Vereinbarung, in der sich das Ministerium
dazu bekennt, für die Sanierung der Anlage 23,43 Millionen Euro aus
dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ zur Verfügung
zu stellen. „Damit ist der Umbau – was die Förderung betrifft –
gesichert“, erklärte Buttolo. Das sei wichtig, da in den nächsten
Jahren die Programme auslaufen. Der Fördersatz liegt bei 78,3 Prozent
der förderfähigen Kosten.
Insgesamt, auch das teilte der Minister mit, wird die
Schloss-Sanierung 42,69 Millionen Euro kosten. Der Eigenanteil liegt
bei 5,8 Millionen. Den müsste eigentlich die Stadt Pirna tragen, die
die Städtebaumittel erhält. Doch es ist zwischen Stadt und Landratsamt
vereinbart, dass der Kreis als späterer Nutzer der Gebäude den
Eigenanteil übernimmt. Finanziert wird der aus der
Anschubfinanzierung, die der Landkreis nach der Kreisfusion erhalten
hat.
Bleibt immer noch eine Differenz von 13,46 Millionen Euro. „Dafür muss
der Landkreis entweder Kredite aufnehmen, oder aber diese Summe wird
über PPP finanziert“, erläuterte Kreiskämmerer Michael Jumel auf
SZ-Nachfrage. Der Kreistag hat zwar schon eine Grundsatzentscheidung
für eine öffentlich-private Partnerschaft (PPP) getroffen, doch
endgültig entschieden wird darüber erst im November.
Bis Anfang Oktober soll eine Analyse der Landesdirektion vorliegen,
welche Variante für den Landkreis günstiger ist: die Eigenrealisierung
oder PPP. Innenminister Buttolo steht einer solchen Partnerschaft
positiv gegenüber, erklärte er gestern auf Nachfrage der SZ. „Sinn
macht das aber nur, wenn auch ein gewisses Risiko bei der Partnerfirma
liegt.“
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